Hörtipp für Kinder: Oscar Wilde - Das Gespenst von Canterville

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Oscar Wilde
Das Gespenst von Canterville

Musikalische Erzählung für Kinder

Erzählt von Stefan Wilkening

Musik: Stefan Blum mit Burkhard Jäckle (Flöte), Yves Savary (Cello), Stefan Blum (Percussion)
Konzept und Produktion: Kulturkontor e.V. München, A. Knoblauch
Live-Aufnahme in der Allerheiligen Hofkirche München (Februar 2005)
Regie: A. Scheifinger

1 Audio-CD, Laufzeit ca. 68 Min.

Süddeutsche Zeitung Edition Nr. 3
ISBN 978-3-86615-433-9

€ 12,90

Zum Inhalt: Was ist der Unterschied zwischen Engländern und Amerikanern und was geschieht, wenn eine Familie ein Schloss mit Gespenst kauft und die Familie gar nicht an Gespenster glaubt?

Oscar Wilde
wurde 1854 in Dublin geboren. Nach seinem Studium lebte er in London, wo er Romane, Märchen und Theaterstücke schrieb. Seine damals unkonventionelle Lebensweise und seine satirischen Gesellschaftskomödien brachten ihm Bewunderung, aber auch harsche Kritik ein. Er starb 1900 in Paris.

Stefan Wilkening, Erzähler
geboren 1967, besuchte die Otto-Falckenberg-Schule in München und trat anschließend vorwiegend am Schauspiel Frankfurt oder am Münchner Residenzthater auf. Neben Gastauftritten in Film und Fernsehen gehört er seit der Spielzeit 2000 zum festen Ensemble des Bayersichen Staatsschauspiels in München.

Fazit: Diese Erzählung ist bereits von vielen anderen Hörbuch-Verlagen vertont worden. Im Zweifelsfall werden Bibliotheken mit geringen Etat bei der Auswahl einfach nach dem Preis gehen.

Mir hat diese musikalische Lesung insgesamt gut gefallen, denn das Hörbuch ist aus der gleichen Reihe wie die Erzählungen von Franz Hohler. Hier handelt es sich jedoch um eine Live-Aufnahme aus dem Jahr 2005.

Gar nicht gefallen hat mir die Tatsache, dass während der Lesung nicht weniger als drei Mal (!) das Wort “Meister Proper” fällt. Das hört sich in meinen Ohren wie Schleichwerbung an und passt einfach nicht zu einem alten Text wie diesem. Da es sich hier um ein Kinder-Hörbuch handelt und ich davon ausgehen kann, dass keiner der hier mitlesenden Eltern möchte, dass ihnen der Nachwuchs beim Einkaufen in den Ohren liegt: “Mamaaaaa, kauf doch Meister Proper….”, ist das doch eine Erwähnung wert. So etwas gehört meines Erachtens einfach nicht in ein Hörbuch für Kinder.
Die erwähnte Marke wurde übrigens erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in den USA eingeführt und kam etwa 10 Jahre später nach Deutschland.

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